
ecom PNA-11
Die ecom PNA-11 ist eine berufsgenossenschaftlich zertifizierte Personen-Notsignal-Anlage für Alleinarbeiter. Das System bietet sichere und effektive Ortungs- und Alarmfunktionen für unfallgefährdete Arbeiten.
Warum Personen-Notsignal-Anlagen?
Viele Arbeiten lassen sich von einer Person ausführen, dann ist aus wirtschaftlichen Aspekten natürlich Alleinarbeit sinnvoll. Zugleich müssen Arbeitgeber aber auch die Sicherheit des Mitarbeiters gewährleisten. Ist dies nicht der Fall, muss ihn zum Beispiel eine zweite Person begleiten, die im Notfall Hilfe rufen kann. Bei hohen Personalkosten gehen solche Sicherheitsmaßnahmen natürlich ins Geld. Wo technische Alternativen erlaubt sind, werden diese daher gerne eingesetzt, wie z.B. die BG zertifizierte Lösung von ecom instruments: ecom PNA-11.
Anwendung
Das System ist insbesondere gedacht zum Schutz von Alleinarbeitern und Personen, die sich in abgelegenen Gebieten bewegen und bei diesen Arbeiten normalerweise beaufsichtigt werden müssten. Durch den Einsatz des Systems kann auf die Beaufsichtigung des Arbeiters durch eine weitere Person während der Auftragsdurchführung verzichtet werden.
Funktion
In die robusten Mobiltelefone der X.com 4/5/6-Serie in der Version xx1 wurde ein GPSChip und ein Lagesensor integriert. Stürzt ein Alleinarbeiter, wird am Mobiltelefon ein Voralarm ausgelöst. Ist der Mitarbeiter nicht in der Lage, diesen zu quittieren, sendet das Telefon zum einen eine SMS an die Zentrale mit den letzten fünf gespeicherten GPS-Koordinaten der in Gefahr geratenen Person. Desweiteren baut es automatisch im Freisprechmodus eine Rufverbindung zu einer individuell vordefinierten Nummer auf. Kann die verunglückte Person das eventuell entfernt gelegene Telefon nicht erreichen, stellt ein zusätzliches Mikrofon an der Rückseite des Telefons sicher, dass dennoch ein Gespräch zwischen beiden Teilnehmern möglich wird. Zudem erleichtert ein akustischer Alarm am Telefon das Auffinden der Person. Somit darf die ecom PNA-11 generell für Tätigkeiten eingesetzt werden, bei denen die Gefahr besteht, dass der Arbeiter bei einem Unfall nur noch eingeschränkt handlungsfähig wäre.
Vorteile

Welche Geräte und welche Software?
Explosionsgeschützes Personen-Notsignal-Mobiltelefon X.com xx1
Die X.com 4/5/6-Familie sind Mobiltelefone, die Robustheit und je nach Modell Ex-Sicherheit für die Zonen 1, 1/21, 2 und 2/22 vereinen (siehe Bild 2). Die Typen X.com 401, 5x1 und 6x1 sind Teil der BG-zertifizierten Personen-Notsignal-Anlage.
Neben dem robusten Design und seinen zuverlässigen Telefonfunktionen punkten die X.com Geräte mit folgenden wichtigen Features:
Alarmzentrale i Telematics HL 5.35x
Betreiben Sie die Alarmzentrale selbst, so erhalten Sie mit der Software i Telematics unseres Partners ISA Telematics den zweiten eigenständigen Teil des von der BG zertifizierten Systems.
i Telematics ist in Verbindung mit GPS/GSM Telematik und Personen-Notsignal-Geräten ein leistungsfähiges Werkzeug für Endanwender, Unternehmer, Flottenmanager, Logistiker, Telematik- und Sicherheitsdienstleister. i Telematics unterstützt Telematikfunktionen über eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche.
Umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten und detaillierte Benutzerverwaltung machen die Software universell.
Kundenspezifische Anpassungen
Die Flexibilität der i Telematics Zentralen zeigt sich bei kundenspezifischen Anpassungen. So können z.B. Werkspläne im JPG- oder GIFFormat sowie Gebäude eingepflegt werden. i Telematics Zentralen können in bereits existierende Softwareumgebungen integriert werden. i Telematics ist optimal geeignet um die Aufgaben im Bereich der Telematik und der Personen-Notsignal-Anlage zu erfüllen.
Die Verwendung von modernen Technologien wie bei der i Telematics Software und Standards wie Java und XML garantieren eine flexible und zukunftssichere Lösung. Das Investment in GPS/GSM Systeme ist gegen Technologiewechseln bestens geschützt.
Personengruppen
Nach der berufsgenossenschaftlichen Regel ist Alleinarbeit unter Nutzung einer Personen-Notsignal-Anlage nur für Arbeiten unter geringer oder erhöhter Gefährdung generell zulässig. (siehe Grafik.)
Ausnahmen sind auch für Arbeiten mit kritischer Gefährdung möglich. In diesem Fall ist jedoch eine umfangreiche Gefährdungsbeurteilung unter Anwendung der Vorschriften durchzuführen.
Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass eine Personen-Notsignal-Anlage auf viele Situationen der Alleinarbeit anwendbar ist.
Gefährdung beurteilen
Die berufsgenossenschaftliche Regel zum Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen (BGR 139) und die BGI-Empfehlung 5032 definieren, unter welchen Umständen technische und organisatorische Maßnahmen zur Risikominimierung am Alleinarbeitsplatz zu treffen sind. In die Formel zur Risikobewertung der BGR 139 gehen verschiedene Faktoren ein: Eine Gefährdungsstufe, abhängig davon, wie handlungsfähig eine Person nach einem eventuellen Unfall bleibt; die Wahrscheinlichkeit mit der ein Notfall beim Ausführen einer bestimmten Arbeit auftreten kann sowie die Zeit bis zum Beginn von Hilfsmaßnahmen am Einzelarbeitsplatz.
Überschreitet die für den konkreten Fall errechnete Risikozahl einen bestimmten Wert oder werden Gefährdungsstufe als erhöht und die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls als hoch eingestuft, ist eine ständige Überwachung durch eine zweite Person, eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) oder einen Monitor notwendig. Sofern einschlägige Unfallverhütungsvorschriften den Einsatz einer PNA nicht untersagen, ist dies meist der wirtschaftlichste Weg, um im Fall der Fälle die Kommunikation zwischen Alleinarbeiter und einer Zentrale zu gewährleisten, welche im Notfall die nötigen Maßnahmen einleitet.
Eine BG zertifizierte Personen-Notsignal-Anlage wie die ecom PNA-11 kann bis hin zu Alleinarbeiten mit erhöhter Gefährdung eingesetzt werden. In Einzelfällen kann sogar Alleinarbeit mit kritischer Gefährdung abgesichert werden, wobei dies individuell anhand der BGR 139 zu bewerten ist.
Tabelle 1:
| Gefährdungsstufen | Mögliche Verletzungsschwere und Handlungsfähigkeit |
| gering: | Gefährdungen, die bei der allein arbeitenden Person geringe Verletzungen bzw. geringe Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können. Die Person bleibt handlungsfähig. |
| erhöht: | Gefährdungen, die bei der allein arbeitenden Person erhebliche Verletzungen bzw. akute Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können. Im Notfall bleibt die Person eingeschränkt handlungsfähig. |
| kritisch: | Gefährdungen, die bei der allein arbeitenden Person besonders schwere Verletzungen bzw. akute Beeinträchtigungen der Gesundheit bewirken können. Im Notfall ist die Person nicht mehr handlungsfähig. |
Tabelle 2:
| Meldeeinrichtungen | Gefährdungsstufen | ||
| Leitungsgebundenes Telefon | gering | ||
| Stationäre Rufanlage | gering | ||
| Schnurloses Telefon | gering bis erhöht | ||
| Mobiltelefon | gering bis erhöht | ||
| Sprechfunkgerät | gering bis erhöht | ||
| Zeitgesteuerte Kontrollanrufe | gering bis erhöht | ||
| Totmannschaltung | gering bis erhöht | ||
| Videoeinrichtung im Dauerbetrieb | gering bis kritisch* | ||
| Personen-Notsignal-Anlagen - PNA-11 | gering bis kritisch* | ||
| Personen-Notsignal-Anlagen (gemäß BGR 139) | gering bis kritisch | ||
* Sofern die Gesamtheit der technischen und organisatorischen Voraussetzungen gegeben ist, um das Schutzniveau gemäß BGR 139 zu erreichen.
Investition in Geräte und Software
Die Investition in Geräte und Alarmzentrale kann sehr unterschiedlich sein. Folgende Fragen erleichtern Ihnen die Abschätzung:
Wir helfen Ihnen gerne bei der Ausarbeitung eines individuellen Angebotes, beziehungsweise bei der Ermittlung der notwendigen Investition in Geräte und Software.
Ein kleines Beispiel soll jedoch schon jetzt verdeutlichen, wie schnell sich die ecom PNA-11 rechnen kann.
Die Ausgangssituation
1. Prämisse
Sie wollen ein Personennotrufsystem einführen. Sie haben 5 Mitarbeiter, die Alleinarbeiten in Bereichen mit mittlerer Gefährdung ausführen. Eine Beaufsichtigung der Arbeiten ist deshalb notwendig. Diese Arbeiten betragen 30 % der täglichen Arbeitszeit. Die Mitarbeiter bewegen sich zum Teil in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1.
2. Prämisse
Sie können die Alarmzentrale im Bereich der Schaltwarte installieren, da diese ohne Unterbrechung besetzt ist.
3. Prämisse
Der durchschnittliche Lohn der Mitarbeiter beträgt inklusive lohngebundener Kosten ca. 3.500 EUR.
4. Prämisse
Sie interessieren sich für die berufsgenossenschaftlich zertifizierte Lösung von ecom.
Investitionen
Die Investition in die Alarmzentrale mit bis zu 5 eingebundenen Notrufgeräten beträgt ca. 8.000 EUR zuzüglich Hardware (siehe unten), Schulungen und einem gewissen organisatorischem Aufwand.
Das Mobiltelefon X.com 611-Ex, zugelassen für Ex-Bereiche der Zone 1, ausgestattet mit Lagesensor und GPS kostet für 5 Mitarbeiter ca. 9.100 EUR (Arbeiten die Mitarbeiter im Schichtbetrieb, können durch Einsatz des Wechselakkus und der Tischladestation die X.com 611 Mobiltelefone rund um die Uhr betrieben werden). Die Investitionen in sonstige Hardware und Arbeitsplatz seien mit ca. 5.000 EUR bewertet.
Die Gesamtinvestitionen betragen bei oben genannten Szenario: ca. 22.100 EUR. Sind die Mitarbeiter bei den Alleinarbeiten zu beaufsichtigen, betragen die Kosten und damit auch die Ersparnis durch den Einsatz der ecom PNA-11: ca. 5.300 EUR pro Monat. Unter diesen Voraussetzungen hätte sich die Anlage nach nur ca. 5 Monaten amortisiert.
Fazit
ecom PNA-11 ist eine wirtschaftliche, flexible Lösung zum Schutz von Mitarbeitern, die Alleinarbeiten im Einklang mit den der berufsgenossenschaftlichen Vorschriften auszuführen haben. Die Lösung ist durch Nutzung von offenen Standards und vorhandenen Infrastrukturen leicht in bestehende Systeme integrierbar, was die Investition in überschaubarem Rahmen hält.
Dadurch kann bei richtiger Dimensionierung der Anlage ein schneller Return erwartet werden. Neben den wirtschaftlichen Faktoren spielt natürlich der Schutz der Mitarbeiter die größte Rolle beim Einsatz einer Personen-Notsignal-Anlage. Die BG-zertifizierte Lösung bietet den Mitarbeitern größtmögliche Gewissheit schneller Hilfe im Falle eines Unfalls und dem Betreiber ein hohes Maß an Rechtssicherheit.