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Richtlinien

Die Weltkarte

Bereiche in denen Explosionsgefahr besteht, die zur Schädigung von Personen oder der Umwelt führen können, unterliegen in den meisten Ländern gesetzlichen oder vergleichbaren Regelungen. IECEx schafft als Zertifizierungsschema einen globalen Rahmen für die unabhängige Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Dienstleistungen im Bereich des Explosionsschutzes.


Allgemeine Informationen zu internationalen Rechtsgrundlagen und Normen

Für die weltweiten Normen auf dem Gebiet der Elektrotechnik ist die internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig. IEC Publikationen, die sich mit Empfehlungen gleichzustellen, an denen sich die weitgehend alle Nomen orientieren. Bis vor wenigen Jahren wurden Anforderungen für gasexplosionsgefährdete Bereiche in der Normenreihe 60079 und für Bereiche mit brennbarem Staub in der Reihe 61241 festgelegt. Da viele Anforderungen für beide Bereiche gleich sind werden beide Normenreihen unter der Reihe IEC 60079 zusammengefasst. Für einige Normen ist dieser Schritt bereits vollzogen, andere werden folgen.

Nationale Vorschriften können jedoch von diesen Normen abweichen. Aus diesem Grund muss geprüft werden, in welchem Umfang die IE-Normen in den einzelnen Ländern angewendet werden können.


Explosionsschutz bei Geräten

Die verschiedenen Methoden den Zündschutz bei Geräten zu gewährleisten werden als Zündschutzarten bezeichnet. Diese sind in den verschiedenen Teilen der IEC-Reihen 60079 bzw. 61241 beschrieben. Es handelt sich um Bauvorschriften, die in vielen Ländern anerkannt sind.


Der IECEx

Die physikalisch chemischen Gesetzmäßigkeiten für die Entstehung von Explosionen, sind wie technische und organisatorische Verfahren und Maßnahmen, die zur Vermeidung von jenen genutzt werden können, trotz leichter Unterschiede, weltweit gleichermaßen gültig.

Daher lag es nahe, auch die Zulassungsbedingungen für elektrische Geräte einer weltweiten Reglung zu unterstellen und dadurch über länder- oder regionsneutrale Zertifikate den freien globalen Warenverkehr zu ermöglichen. Im Zuge dessen hat die IEC ein Verfahren eingerichtet, dass genau diese Vereinheitlichung als Ziel hat: Das IEC-Ex-Schema.

Weltweit gibt es bislang 34 anerkannte IECEx-Zertifizierungsstellen (ExCB = Certification Body) und rund 36 anerkannte IECEx-Testloboratorien (ExTLs), die nach hohen einheitlichen Maßstäben akkreditiert und regelmäßig überwacht werden. Bei IECEx gilt, dass ein Zertifikat erst dann erteilt wird, wenn sowohl die Typprüfungen an Prüfmustern bestanden als auch das Vorhandensein eines wirksamen Qualitätsmanagementsystems durch ein Audit nachgewiesen wurde. Zur Zeit gibt es jedoch überall auf der Welt weiterhin eigene regionale und nationale Zulassungsverfahren, wie beispielsweise die ATEX Richtlinie im Gebiet der Europäischen Union oder nationale Zulassungen in den USA (UL, FM).

Nachdem man das IECEx Scheme zur Prüfung und Zertifizierung von Neuprodukten aufgebaut hatte, wurde ein weiteres wichtiges Gebiet des Explosionsschutzes mit einem geeigneten Zertifizierungsscheme abgedeckt: die Wartung und Reparatur von explosionsgeschützten Geräten. Diese Zertifizierungsverfahren wurde auf den Namen "IECEx Certified Service Facilities Program" getauft. Abhängig von den Wartungs- und Reparaturarbeiten, wird während eines Audits durch erfahrene Assessoren festgestellt, ob die erforderlichen persönlichen Kompetenzen bezüglich der Funktion des betreffenden Produktes und der verwendeten Zündschutzarten vorhanden sind, ob die richtigen Prüfeinrichtungen ausreichend zur Verfügung stehen, ob Identifikations- und Rückverfolgbarkeitsmaßnahmen festgelegt sind und so auch ausgeführt werden wie Unterauftragnehmer geschult und überwacht werden.

Die Basis für diese Bewertung legen die Normen "IEC 60079-19: Equipment repair, overhaul and reclamation", das "Operational Document OD 013: IECEx Operations Manual - Assessment and Certification of Ex Repair und Overhaul Service Facilities" sowie das "OD 014: IECEx Operational Document: Quality System Requirements for IECEx Service Facilities involved in repair, overhaul and Modification of Ex Equipment" fest.

In eine ähnliche Richtung zielt die dritte Komponente des IECEx Schemes, bei der es um die Zertifizierung der persönlichen Kompetenzen von Fachleuten geht, die in explosionsgefährdeten Bereichen tätig sind. Ebenso soll damit weltweit tätigen Betreibern eine Sicherheit gegeben werden, dass das eingesetzte Personal über die erforderliche Qualifikation und Erfahrung verfügt, um die verschiedenen, teilweise sehr komplexen Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen richtig ausführen können.

In über 25 Jahren Forschung und Entwicklung haben wir wertvolle Erfahrungen im Bereich des Explosionsschutzes gemacht, die wir hier mit Ihnen teilen möchten.

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